Für die Zubereitung beliebter Gerichte ist der Backofen in fast allen Küchen ein unverzichtbares Elektrogerät. Je nach Nutzung und Modell kann er einen teils erheblichen Anteil am Gesamtstromverbrauch eines Haushalts ausmachen. Dieser Ratgeber soll Ihnen vermitteln, welche Faktoren den Backofen Stromverbrauch beeinflussen und wie Sie durch eine bewusste Verwendung und optimale Einstellungen Energie und Kosten sparen können.
Pro Stunde und bei einer Temperatur von 200 Grad verbraucht ein Backofen im Durchschnitt rund eine Kilowattstunde (kWh) Strom. Effiziente Geräte der Klasse A oder höher benötigen bis zu etwa 0,8 kWh pro Stunde, während es bei älteren oder weniger effizienten Modellen über 1,5 kWh sind. Der genaue Backofen Stromverbrauch hängt von mehreren Aspekten ab:
Für die Verbrauchs- und Kostenberechnung in der folgenden Tabelle wird von 100 Backvorgängen pro Jahr ausgegangen. Außerdem wird ein Strompreis von 0,33 Euro pro kWh angenommen.
Stromverbrauch pro Stunde | Kosten pro Stunde | Kosten pro Jahr (100 Nutzungen) | |
---|---|---|---|
A+++ | 0,4 kWh | 0,13 € | 13,20 € |
A | 0,8 kWh | 0,26 € | 26,40 € |
B | 1,1 kWh | 0,36 € | 36,30 € |
ältere Modelle | 1,7 kWh | 0,56 € | 56,10 € |
Hier wird deutlich, wie sich die Energieeffizienzklasse eines Backofens auf den Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten auswirkt. Im Vergleich zu einem älteren Modell benötigt ein hocheffizientes A+++ Gerät weniger als ein Viertel des Stroms und kann jährlich über 40 Euro an Kosten einsparen.
Ein Backofen in Kombination mit einem Kochfeld oder als Teil eines Elektroherds bedarf üblicherweise eines Starkstromanschlusses. Dieser ist notwendig, da solche Geräte eine hohe elektrische Leistung erfordern, die über einen normalen Haushaltsstromkreis nicht bereitgestellt werden kann. Ein moderner Backofen mit Energieeffizienzklasse A+ hat beispielsweise einen Anschlusswert von etwa 3.600 Watt. Der Starkstromanschluss, auch als Drehstromanschluss bekannt, ermöglicht eine höhere Strombelastbarkeit und ist daher für leistungsstarke Küchengeräte unerlässlich.
Hier finden Sie einige nützliche Tipps, mit denen Sie den Energieverbrauch Ihres Backofens erheblich reduzieren und somit Strom und Kosten sparen können.
Verzichten Sie auf das Vorheizen. In den meisten Fällen ist es nicht notwendig und verbraucht nur unnötig Strom.
Nutzen Sie die Umluftfunktion. Sie spart 15 bis 20 Prozent Energie im Vergleich zum Ober- und Unterhitze-Programm.
Verwenden Sie die Restwärme des Ofens. Sie reicht für bis zu zehn Minuten Garzeitverlängerung.
Öffnen Sie die Backofentür so selten wie möglich. Bei jedem Öffnen entweicht etwa ein Fünftel der Energie.
Backen Sie mehrere Gerichte auf einmal. Mit der Umluft-Einstellung können Sie den Backofen mit ein paar Blechen gleichzeitig befüllen.
Wählen Sie eine um 20 bis 30 °C geringere Temperatur als im Rezept angegeben, wenn Sie mit Umluft backen.
Vermeiden Sie es, nicht gebrauchte Backbleche unnötig mitzuheizen.
Für kleine Mengen wie einige Weckerl oder wenige Grillstücke sind Toaster, Kontaktgriller, Miniöfen oder Heißluftfritteusen energieeffizienter.
Achten Sie beim Kauf eines neuen Backofens auf die Energieeffizienzklasse und den Stromverbrauch pro Backzyklus.
Prüfen Sie die Isolierung Ihres Backofens. Dreifach verglaste Backofentüren halten die Wärme besser im Ofen.
Online-Redakteurin
Viktoria stieg unmittelbar nach ihrer Schauspielausbildung und dem Masterstudium in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften als Online-Redakteurin bei CHECK24 ein. Sie schreibt über komplexe Finanz-, Versicherungs- und Energiethemen und sorgt dafür, dass Sie alle relevanten Informationen zu unseren Vergleichen erhalten.